Wir leben in einer Welt, in der alles unsicher geworden ist. Jahrzehntelang gewachsene Strukturen geraten ins
Wanken. Ein Ertrinkender greift auch nach einem Strohhalm. Kann man so das neu erwachte Interesse an der
Astrologie erklären? Wer in die Menschheitsgeschichte zurück blickt, stellt ein Grundbedürfnis fest, in die Zukunft
hinein zu planen und zu wirtschaften. Schon im alten Ägypten wurde versucht, durch die Deutung der Gestirne
Informationen über zukünftige Entwicklungen zu bekommen. Astrologie ist somit keine Erfindung der Neuzeit.
Das heutige Interesse an astrologischen Vorhersagen könnte als eine Gegenbewegung zur zunehmenden
Rationalität in einer gefühlskalten Gesellschaft empfunden werden. |